Zur den sogenannten Wahlleistungsmöglichkeiten des Patienten gehört auch die Chefarztbehandlung. Hierzu ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Krankenhaus/Arzt und Privatpatient notwendig.

BGB § 613 Unübertragbarkeit:
Der zur Dienstleistung Verpflichtete hat die Dienste im Zweifel in Person zu leisten. Der Anspruch auf die Dienste ist im Zweifel nicht übertragbar.

Dennoch ist nicht immer gewährleistet, dass auch der Chefarzt persönlich behandelt/operiert. Durch die Vertreterklausel, in vielen Krankenhausformularen/AGB enthalten, ist die Gewährleistung nicht immer gegeben. Der Chefarzt lässt sich beispielsweise durch den Oberarzt oder diensthabenden Arzt vertreten und schon fühlt sich der Versicherte übervorteilt und ein Rechtsstreit ist ggf. vorprogrammiert. Der Chefarzt ist dem Patienten gegenüber verpflichtet über seine mögliche Verhinderung diesen unverzüglich zu informieren.

Neben der Chefarztbehandlung sind den Patienten auch etliche andere Kriterien/Annehmlichkeiten wichtig und tragen somit ebenfalls zur Genesung bei. Ruhe, WC und Dusche im Zimmer, Telefon, TV und Internetzugang, grosszügigere Besuchszeiten und auch die individuellere Verpflegung wie auch eine Cafeteria auf der Privatstation zählen zu den besonderen Wünschen der Krankenhauspatienten. Der Markt hält hier eine Vielzahl an Zusatzversicherungsmöglichkeiten bereit.

Voraussetzungen einer wirksamen Vertretungsregelung

Unwirksam ist nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs eine Klausel, nach der "im Verhinderungsfall die Aufgaben des liquidationsberechtigten Arztes seine Stellvertretung" übernehme. Eine solche Klausel verstoße gegen das Verbot, die versprochene Leistung einseitig und ohne Berücksichtigung der Patienteninteressen abzuändern.

Vorteil der privaten Zusatzversicherung

Im Rahmen der privaten Krankenhaus Zusatzversicherungen hat der Versicherungssuchende die freie Wahl die Privatstation - Einbett-/Zweibettzimmer mit und ohne Chefarztbehandlung zu versichern.

Freie Arztwahl? Zusatzversicherung Chefarztbehandlung?

Der Privatpatient hat im ambulanten Bereich die freie Arztwahl. Was viele nicht wissen: Dies schliesst auch die ambulante Behandlung durch den Chefarzt eines Krankenhauses ein.

Wie hoch ist das Honorar des Chefarztes?

Nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) darf der Arzt bis zum 3,5fachen Satz gegenüber dem Patienten abrechnen. Hierfür muss er eine medizinische Begründung geben. Eine Rechnungsstellung über den 3,5 fachen Satz ist nur dann möglich wenn zwischen Arzt und Patient eine gesonderte schriftliche Honorar-Vereinbarung getroffen wurde. Die private Zusatzversicherung kommt für all diese Kosten auf wenn dies auch im versicherten Tarif ausdrücklich mitversichert ist. Empfehlung: Überprüfen Sie dahingehend Ihre Police.

Vielleicht ebenso wichtig: Wahlleistungen der gesetzlichen Krankenkassen

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Chefarztbehandlung   VDABBAKW_3604 31.08.2016-03:33:39